Niedersteinbach in Franken 

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 Geschichte von Niedersteinbach

Der Name Niedersteinbach leitet sich wohl von dem kleinen Bächlein ab, welches aus der Gemarkung von Dörnsteinbach durch den „Alten Grund“ der Kahl zufließt.

Wann das Dorf entstanden ist, läßt sich mit Sicherheit nicht exakt feststellen. Aus verschiedenen Werken zur Historie von Franken, Bayern bzw. Deutschalnd ist nachgewiesen, daß im Kahlgrund schon um 800 nach Christus, Siedlungen bestanden. Nach vorhandenen Urkunden ist anzunehmen, daß bereits um
1184 der Ort bestand. Urkundlich ist Niedersteinbach erstmals 1300 genannt, wo es noch zum Landgericht Krombach gehörte und dann mit diesem als Lehen des Erzbistums Mainz an die Grafen von Rieneck kam. Die Rienecker gaben es als Unterlehen an die Herren von Büdingen, nach deren Aussterben fiel es an die Groschlag von Dieburg.

1666 wurde Niedersteinbach mit den übrigen Orten des Landgerichtes von Philipp Erwin von Schönborn erworben und blieb bis 1803 im Besitz dessen Familien. Durch den österreichischen Staatsvertrag kam man schließlich mit Aschaffenburg, 1814 zu Bayern.

Ähnlich wie in den anderen Dörfern des Kahlgrundes lebten die Einwohner der
Gemeinde  Niedersteinbach (schriftlicher Nachweis 1869) in den vergangenen Jahrhunderten unter recht bedürftigen wirtschaftlichen Verhältnissen. Die durchweg schlechten Landwirtschaften brachten oft wenig Ertrag und nicht selten ausgesprochene Notjahre. Außer der Landwirtschaft gab es am Ort und in der näheren Umgebung kaum andere Verdienstmöglichkeiten. Auswärtige Arbeitsplätze aufzusuchen war aber wegen der Entfernung und der schlechten Wegverhältnisse von damals nur unter größten Anstrengungen und Opfern möglich.

Mit der Erbauung der Kahlgrundbahn
1898 setzte eine bedeutende Besserung der wirtschaftlichen Lage des Ortes ein. Niedersteinbach bekam eine Bahnhaltestelle. Die Arbeiter von hier und aus den umliegenden Dörfern hatten die Möglichkeit, Arbeitsplätze im Aschaffenburger- oder Frankfurter Raum aufzusuchen.

Selbst im Ort und in der Umgebung wurden neue Arbeitsplätze erschlossen und brachten eine Besserung der Verdienstmöglichkeiten mit sich. Die Ansiedlung zweier Zigarrenfabriken bedeutete für viele Frauen und Mädchen Arbeitsstellen und Verdienstmöglichkeiten. Ja sogar eine Spielzeugfabrik mit weltweitem Export hatte über mehrere Jahre ihren Sitz im Ort.
Für die kleinen landwirtschaftlichen Betriebe begann eine Zeit neuer Erkenntnisse und brachte spürbaren Aufwärtsbewegung.

In frühester Zeit gehörte Niedersteinbach kirchlich zu Ernstkirchen (Schöllkrippen) und zwar zur damaligen Filialkirche Krombach. Zur damaligen Zeit mußten die Kirchgänger 1 Stunde per Fuß zur Mutterkirche zurücklegen.
1897 kam man zu Pfarrei Mömbris, als Expositur im Jahre 1930, errichteten Bürger aus Brücken und Niedersteinbach die Josephkirche. Mit dem Bau der Sandsteinkirche 1961 ist Niedersteinbach mit den beiden Orten Brücken und Hemsbach eine eigenständige Pfarrei die den Namen Sankt Wendelinuspfarrei trägt.

Neidersteinbach, das sich bis
1968 in Nieder- Mittel- und Obersteinbach trennten und jeder Teil über einen eigenen Backofen verfügte, hat sich im Laufe der nächsten Jahrzehnte als richtiges Straßendorf zusammen gebaut. Die Hauptstraße durch den Ort ist zugleich auch die Hauptverkehrsader des Kahlgrundes und hat heute die Bezeichnung Staatsstraße 2305 und durch den Ort den Namen Alzenauer Straße. Des weiteren gab es auch 2 Mühlen im Ort.

Bis
1972 war Niedersteinbach weit über 100 Jahre politisch eine eigenständige Gemeinde wurde zwangsaufgelöst und gehört heuer zum Markt Mömbris.

Seit dem 18. Juli 1990 ist durch die Löschung der BRD und des Artikel 23 GG, die Gemeinde Niedersteinbach unter der Willkürherrschaft der Gemeinde Markt Mömbris gezwungen, die Handlungsunfähigkeit auf Kosten der Bewohner zu akzeptieren und zu dulden.

weiter mit Teil 2 zur Geschichte

 

 


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